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Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinden Hüttwilen und Nussbaumen

Herzlich willkommen auf der Website unserer Seebachtaler Kirchgemeinden.
Wir veröffentlichen hier aktuelle Informationen zum Gemeindeleben.

Die Einträge werden monatlich geändert und entsprechen dem gelben Mitteilungsblatt, das in alle Haushaltungen verteilt wird.

Monatsspruch November 2026

 Der Herr wird Recht schaffen unter den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Keine Nation wird gegen die andere das Schwert erheben und sie werden den Krieg nicht mehr lernen. Jesaja 2.4 & Micha 4.3

Eine schöne Prophezeiung. Zu schön, um wahr zu sein? Nein, sie hat sich immer wieder erfüllt in der Geschichte. Meine Generation kennt den Spruch von der Friedensbewegung aus Ostdeutschland der ehemaligen DDR (Deutsche Demokratische Republik). Als man sich wehrte gegen die Aufrüstung im Kalten Krieg zwischen Ost und West, der als ständige Bedrohung über Europa schwebte. Kaum jemand hat gedacht, dass es ohne Krieg zur Auflösung der Sowjetunion kommen könnte. Am eindrücklichsten war der Mauerfall in Berlin im November 1989.

Aber ja, häufiger ist das andere, die Aufrüstung. Auch davon ist in der Bibel die Rede. Joel 4.10 z.B. hat den Spruch in umgekehrter Form (Schwerter aus Pflugscharen). Was gilt? Alles hat seine Zeit? Krieg hat seine Zeit, Frieden hat seine Zeit (Koh. 3.8)? Jesus selber redet von Kriegen bis zu den letzten Tagen (Mt. 24.6). Und doch betont die Bibel, dass immer der Frieden das Ziel ist. Jesus  warnt: Wer zum Schwert greift, kommt durch das Schwert um (Mt. 26.52; Aussagen wie Mt. 10.34 sind zweifellos bildlich zu verstehen).

Aufrüstung will abschrecken und warnen, Abrüstung den Krieg verunmöglichen und Vertrauen schaffen. Pflugscharen und Winzermesser dienen zum Aufbau und zur Nahrung, Schwerter zu Kampf und Tod. Gott hat die Welt zum Frieden geschaffen, zur Freude. Jeder soll unter seinem Weinstock sitzen, unter seinem Feigenbaum (Mi. 4.4). Nur Friede erlaubt Entwicklung. Der Krieg verschlingt alles.

Warum kommt es dennoch zu Kriegen? Misstrauen, Gier, Ängste, Lug und Trug. Der Mensch lässt sich zum Bösen verführen. Darum braucht der Friede die Gerechtigkeit. Ohne sie fängt das Gerüst an zu schwanken. Man darf die Gebote nicht aufweichen. Sie fördern das Gottvertrauen und  das ist wichtig. Gott ist stärker als das Böse und weist es in die Schranken. Er ermutigt zum Frieden – auch in uns selbst.

Herzlich! Pfr. R. Ladner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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